Wir für Feuchtwangen

Wir fordern: Kosten für die West-Tangente endlich der Öffentlichkeit vorzulegen

Die Stadtratsfraktion „Wir für Feuchtwangen“ – Bündnis 90/Die Grünen beklagt die nicht vorhandene Transparenz für die Öffentlichkeit bei der Kostenschätzung für das Projekt „West-Tangente“ und fordert die Stadtspitze auf, belastbare Zahlen auf den Tisch zu legen.

„Wir stehen kurz vor Baubeginn und trotzdem fehlt den Bürgern eine seriöse Aufstellung der Projektkosten sowie des daraus resultierenden Eigenanteils für die Stadt.“, so Joachim Gutekunst.  Auch erwarten die „Wir“-Grünen Folgekosten, die bisher nicht berücksichtigt wurden: So ist beispielsweise die Unterhaltsübernahme des höhengleichen Bahnübergangs bisher nicht Bestandteil des Projektes. Um nicht zum widerholten male mit ungeplanten Kostensteigerungen konfrontiert zu werden, müsse auch die aktuelle Baupreissteigerung mit eingepreist werden, so Gutekunst.

Neben der Kostenthematik stellen die „Wir“-Grünen auch die Sinnhaftigkeit des Projektes insgesamt in Frage. „Viele Bürger verwechseln die Tangente mit einer Umgehung. Der Verkehr der Bundesstraße kann nicht zwangsumgeleitet werden“, so Dr. Marko Hedler.  Deshalb liegt die prognostizierte Entlastung der Dinkelsbühler Straße auch nur bei ca. 17%. Gemäß dem Verkehrsgutachten der Stadt werden dort zukünftig – trotz Tangente – ca. 12.500 Fahrzeuge pro Tag erwartet.

„Die angespannte Haushaltssituation, bietet keinen Spielraum für Kostensteigerungen oder nicht berücksichtige Folgekosten. Bei einem Projekt, ohne signifikanten Nutzen für die Bürger ist allerdings jeder dafür ausgegebene Euro einer zu viel“, so Dr. Hedler.